Der Winter hat uns gut im Griff. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, Schnee und Eisregen. Wer bei diesem Wetter draußen unterwegs ist, zieht sich warm an und bewegt sich vorsichtig auf den glatten Wegen. Mit einer Ausnahme: der Eisschwimmer, den ich halb kopfschüttelnd, halb bewundernd gerade aus dem Wasser des Heidberg-Sees kommen sehe. Er hat auf den überfrorenen Schneeboden eine kleine Isoliermatte gelegt. Auf dieser steht er jetzt barfuß und mit dampfendem Körper. Rubbelt sich die Kälte des Wassers von der Haut. Wirft den Bademantel um und fühlt sich augenscheinlich wohl, während mir ein Kälteschauer über den Rücken läuft. - Auch bei der ein oder anderen Nachrichtenlage des noch jungen Jahres läuft mir ein Schauer über den Rücken; und dann sehe ich manchmal vor meinem geistigen Auge den Eisschwimmer vor mir. Ihm, dem die Kälte anscheinend nichts anzuhaben vermag.
Was brauchen wir um der Kälte der Welt zu trotzen, um mit der derzeitigen politischen Eiszeit umzugehen?
Mehr Widerstandsfähigkeit?
Mehr Resilienz?
Mehr innere Wärme?
Mehr Zuversicht?
Mehr Vertrauen?
Ich persönlich gewinne meine Hoffnung aus dem Glauben. Ich vertraue mich und unsere Welt Gottes unermesslichen Schöpfungskraft und unerschöpflichen Liebe an. Bei allen Herausforderungen und Widernissen unserer Zeit, Gottes Zusage bleibt: „Siehe, ich mache alles neu!“

