Bereits zum zweiten Mal feiern evangelische und katholische Christen am Pfingstmontag gemeinsam einen ökumenischen Stadtgottesdienst, im Zentrum steht das verbindende Sakrament der Taufe. In diesem Jahr wird der Gottesdienst am 25. Mai von 11 Uhr an im Braunschweiger Dom gefeiert und beginnt mit dem festlichen Einzug der Domsingschule. „Es wird viel gesungen und gibt viel Musik“, verspricht Dompredigerin Cornelia Götz. Der Gottesdienst ist altersübergreifend und auch für Familien mit Kindern gedacht. „Es sind alle eingeladen“, sagt die Dompredigerin.
Propst Lars Dedekind und Gemeindereferentin Gabriele Engler halten eine kurze Dialogpredigt, im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht die Taufe. Besucherinnen und Besucher haben an fünf Stationen die Möglichkeit einer Tauferinnerung, an Taufschalen, die aus verschiedenen städtischen Kirchen stammen. Auch diejenigen, die nicht getauft worden sind, können sich an diesem Tag segnen lassen. Den Segen sprechen neben Dompredigerin Cornelia Götz, Pfarrer Henning Böger, St. Magni, Propst Martin Tenge, St. Aedigien, Propst Dedekind und Gemeindereferentin Engler, sie ist zuständig für das ökumenische Projekt „Mit Segen ins Leben“. Begleitet von leiser Orgelmusik hat jeder und jede an den Stationen einen Moment der Ruhe nur für sich.
Die Initiatoren wünschen sich, dass der Ökumenische Stadtgottesdienst am Pfingstmontag zur Tradition wird und künftig jedes Jahr an einem anderen Ort gefeiert wird. Der gute Zuspruch beim Auftakt in St. Aegidien im vergangenen Jahr hat Mut gemacht. „Pfingsten wird symbolisch Trennendes zwischen den Konfessionen überwunden“, sagt Propst Dedekind. Und Dompredigerin Götz geht davon aus, dass es eine „Sehnsucht nach Gemeinsamkeit“ gibt: „Viele verstehen den konfessionellen Unterschied nicht und wollen als Christen zusammen feiern.“
Der gemeinsame Pfingstgottesdienst ist nicht die einzige Möglichkeit einer ökumenischen Begegnung. Beim Tag der Niedersachsen im Juni wird es einen gemeinsamen Festgottesdienst geben, im Herbst wird der Gottesdienst für die Unbedachten zusammen gefeiert und im Mai der Florianstag. Für Pfarrer Henning Böger ist das eine spannende Bewegung: „Diese Formate heben Gemeindegrenzen auf, ohne dass vor Ort etwas ausfallen muss.“
Und auch der neue Stadtpilgerweg zeugt von Gemeinsamkeit. Pilgerfreunde können diesen Weg erstmals am Pfingstmontag unter Leitung von Pilgerbegleiterin Angela von Schreiber-Stroppe begehen, Treffpunkt ist um 9.45 Uhr an der Magnikirche. Die rund vier Kilometer lange Strecke endet am Dom und bietet so die Möglichkeit, anschließend den ökumenischen Pfingstgottesdienst zu besuchen.

