Suche

Nachricht

18.06.2026 Kategorie: Propstei, Verband

Eicke Grünig ist neuer Leiter im Jugendzentrum Kie

Diakon will Kindern und Jugendlichen Halt geben

Spielen, toben, basteln, gemeinsam kochen, einen Film sehen, quatschen oder einfach nichts machen: Das Jugendzentrum Kiez ist für viele Kinder und Jugendliche aus dem Östlichen Ringgebiet eine willkommene Anlaufstelle, um den Nachmittag mit anderen zu verbringen. Seit einigen Monaten hat die Einrichtung neben der St. Matthäuskirche in der Herzogin-Elisabeth-Straße einen neuen Leiter. Der Diakon Eicke Grünig hat die Verantwortung für das Kiez, in einem Team mit den Soziarbeitern Anneka Lasar und Michael Gerke. Er wird am Samstag, 20. Juni, um 15 Uhr in St. Matthäus eingesegnet. Für den 26-Jährigen ist es die erste Stelle nach einem Studium der Sozialen Arbeit und der Religionspädagogik in Hannover.

Seine bisher größte Herausforderung musste Eicke Grünig nur wenige Wochen nach Arbeitsbeginn meistern. Es war mal wieder eingebrochen worden im Kiez und die Diebe hatten nicht nur die Räume verwüstet, sondern auch die bei vielen Jugendlichen angesagte Playstation mitgehen lassen. Sich mit Polizei und Versicherung auseinandersetzen und Schadensmeldungen schreiben – auch das gehört jetzt zu den Aufgaben des Diakons ebenso wie klassische Verwaltungsarbeit, der Kontakt zu Ämtern und Kollegen, das Bearbeiten von Anträgen und Abrechnungen. Doch wesentlich mehr Spaß macht ihm der andere Teil seiner Tätigkeit, die „aktive Arbeit“, der Austausch mit Kindern und Jugendlichen. „Dafür bekomme ich Wertschätzung und positive Rückmeldung anstelle von Fehlermeldungen“, sagt Grünig augenzwinkernd.

Wichtig ist ihm, dass er und sein Team den Kindern und Jugendlichen bei Schwierigkeiten in der Schule oder im Elternhaus Halt geben können. Und er wünscht sich, dass er gemeinsam mit seinen Kollegen für das Kiez ein Profil entwickeln kann, das die Einrichtung von anderen unterscheidet. Das können Projekte sein, die unabhängig vom Wochenprogramm laufen. Beispielsweise filmpädagogische Arbeiten, bei denen technisches Knowhow vermittelt wird. Auch für Erlebnispädagogik kann sich der Pfadfinder begeistern: „Wir könnten ein Zeltlager machen, Natur erleben, die Jugendlichen lernen, ein Lagerfeuer zu machen und über dem offenen Feuer zu kochen.“

Religionspädagogische Aspekte sind vor allem bei kleinen Dingen im Alltag spürbar. „Ich bin Fan der praktischen Theologie“, betont Eicke Grünig. Und noch einen Grund für die Zurückhaltung gibt es: Das Kiez ist schließlich für alle offen.